Die besten Direktversicherungen

11.8.2017 – Fünf Mal die Allianz und ein Mal die Europa schnitten im aktuellen bAV-Direktversicherungs-Rating des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung in fünf verschiedenen Kategorien am besten ab.

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Die Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH (IVFP) hat zum siebten Mal bAV-Direktversicherungen (§ 3 Nummer 63 EStG) unter die Lupe genommen. Im aktuellen Rating wurden 90 Tarife von 47 Anbietern untersucht, deutlich weniger als im Vorjahr, als es 102 Tarife von 50 Gesellschaften waren (VersicherungsJournal 21.3.2016).

Das Institut hat die Produkte getrennt nach den Kategorien klassisch mit beitragsorientierter Leistungszusage (BoLz), Klassik Plus mit BoLz, fondsgebunden mit Beitragszusage mit Mindestleistung (BzMl), fondsgebunden mit BoLz sowie Indexpolicen und Comfort (jeweils mit beiden Zusagearten) bewertet.

In die Gesamtbewertung flossen die vier Ratingkategorien Unternehmen (35 Prozent Gewichtung), Rendite (30 Prozent), Flexibilität (25 Prozent) sowie Transparenz und Service (zehn Prozent) ein, die in insgesamt bis zu 85 Einzelkriterien unterteilt sind.

Die besten klassischen Tarife

Im Bereich der klassischen Tarife (BoLz) landete erneut die Europa Lebensversicherung AG („Betriebliche Rentenversicherung – Direktversicherung“) mit einer Gesamtnote von 1,2 (Vorjahr: 1,1) auf dem Spitzenplatz.

Rang zwei mit jeweils der Gesamtnote 1,4 teilen sich gleich fünf Anbieter: die Alte Leipziger Lebensversicherung a.G. („Direktversicherung Klassik“), die Continentale Lebensversicherung a.G. („Rente Classic – Direktversicherung“), die Württembergische Lebensversicherung AG („Direktversicherung“), die Hannoversche Lebensversicherung AG („Bausteinrente“) und die Huk-Coburg-Lebensversicherung AG („Direktversicherung“).

Die Europa schnitt in Sachen Unternehmen (Teilnote: 1,2) und Rendite (Teilnote: 1,0) am besten ab, in letzterem Segment gemeinsam mit der Huk-Coburg. Ebenfalls mit der bestmöglichen Teilnote 1,0 liegen die Continentale, die Lebensversicherung von 1871 a.G. („Direktversicherung“ – Gesamtnote 1,7) und die Volkswohl Bund Lebensversicherung a.G. („Klassische Rentenversicherung“ – Gesamtnote 1,9) hinsichtlich der Flexibilität an der Spitze. Am transparentesten ist die Württembergische.

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In der Kategorie „Klassik Plus (BoLz)“ wurde die Allianz Lebensversicherungs-AG („Allianz Direktversicherung Perspektive“) mit der Gesamtnote 1,1 am besten bewertet. Jeweils eine 1,0 gab es in den Teilbereichen Unternehmen, Rendite und Transparenz. Auf Position zwei landete die Provinzial Nordwest Lebensversicherung AG („Firmen KlassikRente“) mit der Gesamtnote 1,4.

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Die besten fondsgebundenen Tarife

Auch in den Kategorien fondsgebunden (BzMl) sowie fondsgebunden (BoLz) liegt die Allianz („Allianz Direktversicherung InvestFlex“) auf dem Spitzenplatz. Die Gesamtnote 1,1 ergibt sich aus den Teilnoten 1,3 (Flexibilität) sowie drei Mal einer 1,0 (Teilbereiche Unternehmen, Rendite und Transparenz).

An zweiter Stelle liegen in beiden Fonds-Kategorien gleichauf mit der Gesamtnote 1,3 die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. („DirektRente performance-safe“) und die Alte Leipziger („ALfonds bAV“). Die Stuttgarter erzielte dabei in Sachen Rendite und Flexibilität die bestmögliche Teilnote 1,0.

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Die Sieger in den Kategorien Comfort und Indexpolicen

Der Marktführer Allianz belegt auch in den beiden Ratingkategorien Classic („Allianz Direktversicherung KomfortDynamik“) und Indexpolicen („Allianz Direktversicherung IndexSelect“) mit der Gesamtnote 1,1 beziehungsweise 1,0 den ersten Rang.

Dahinter folgt in der Kategorie Classic die Württembergische („Genius Direktversicherung –Vermögensverwaltende Strategie“; Gesamtnote 1,4), während die Stuttgarter („DirektRente index-safe“) in der Kategorie Indexpolicen mit der Gesamtnote 1,2 an zweiter Stelle liegt.

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Kostensituation für Zuzahlung und Beitragsfreistellung

Untersucht wurden im Rahmen des Ratings unter anderem auch die Kosten für eine Beitragsfreistellung nach zehn Jahren Vertragslaufzeit. Im abgefragten Musterfall betragen diese durchschnittlich 130 (Vorjahr: 127) Euro. Vor vier Jahren waren es allerdings noch 160 Euro (VersicherungsJournal 14.3.2013).

Bei 58 (Vorjahr: 64) Prozent der Tarife ist eine solche Beitragsfreistellung kostenfrei möglich. Gut jeder vierte (Vorjahr: fünfte) Anbieter verlangt hierfür zwischen 50 und 150 Euro. Bei rund jedem elften (zehnten) Produkt werden Kosten von über 500 Euro fällig – im Maximalfall nach wie vor fast 2.400 Euro.

Weiter wurde untersucht, mit welchen Kosten eine Zuzahlung von 1.000 Euro im fünften Versicherungsjahr verbunden ist. Ergebnis: Die einmaligen Kosten (ohne Verwaltungskosten) liegen im Schnitt bei 55 (Vorjahr: 54) Euro. Die Zuzahlung ist bei nur noch 13 (21) Prozent der Produkte zuzahlungsfrei. Allerdings werden auch nur bei lediglich drei Tarifen mehr als 100 Euro fällig.

Weitere Ergebnisse

Als weiteres Ergebnis stellt das Institut heraus, dass nur bei etwa jedem zwölften (achten) untersuchten Produkt kein Hinweis auf die Sozialversicherungs-rechtliche Behandlung in der Leistungsphase vorhanden ist, der über die Krankenversicherungs- und Pflegeversicherungs-Pflicht informiert.

Darüber hinaus ist den IVFP-Angaben zufolge bei 56 (50) Prozent der untersuchten Tarife sowohl eine Erhöhung als auch eine Reduzierung der monatlichen Sparbeiträge möglich. Bei den verbleibenden 44 Prozent gibt es nur ein „Entweder-Oder“.

Eine Übersicht über die besten Tarife inklusive der Teilnoten in den vier Untersuchungsbereichen kann unter diesem Link als PDF-Dokument heruntergeladen werden. Weitere Details zur Ratingmethodik und zu den bis zu 85 Bewertungskriterien können in diesem PDF-Dokument nachgelesen werden.

 
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