Die beliebtesten Geldanlagen in der Nullzinsphase

12.4.2017 – Die Bundesbürger favorisieren nach einer Umfrage des Verbands der Privaten Bausparkassen bei der Geldanlage immer noch das Sparbuch und das Girokonto. Renten- und Kapitallebens-Versicherungen, die Riester-Rente wie auch Bausparverträge kommen aktuell auf die niedrigsten Beliebtheitswerte in den letzten acht Jahren.

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Die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) (VersicherungsJournal 10.3.2017) hat mittlerweile deutliche Auswirkungen auf das Verhalten der Bundesbürger in Sachen Geldanlage und Sparverhalten.

Dies zeigt die aktuelle Auflage der alljährlich im Frühjahr vom Marktforschungsinstitut Kantar TNS Infratest (früher TNS Infratest) im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen e.V. durchgeführte Umfrage, für die jeweils über 2.000 Bundesbürger ab 14 Jahre befragt werden.

Sparbuch knapp vor Girokonto

An der Spitze der Rangliste der genutzten Geldanlagen liegt aus Bevölkerungssicht aktuell immer noch das Sparbuch. Knapp dahinter folgt laut der Umfrage des Bausparkassenverbands das Girokonto. Jeweils etwas mehr als vier von zehn Befragten gaben an, diese Geldanlage zu nutzen. Ein gutes Drittel nannte den Bausparvertrag, knapp jeder Dritte eine Renten- oder Kapitallebens-Versicherung.

Dahinter folgen Immobilien und kurzfristige Geldanlagen wie Tages- und Festgeldkonten oder Termingelder, die von knapp über beziehungsweise unter jedem vierten Befragten als Geldanlage genutzt werden. Die Riester-Rente und Investmentfonds kommen auf Anteile von jeweils einem Fünftel. Festverzinsliche Wertpapiere nannte nur etwa jeder 17.

Bild: Wichert
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Verschiebungen im Langfristvergleich

Im Vergleich zum Vorjahr (VersicherungsJournal 30.3.2016) sank das Sparbuch massiv in der Gunst der Bundesbürger (minus sechs Prozentpunkte). Noch stärkere Einbußen gab es bei den kurzfristigen Geldanlagen (minus sieben Prozentpunkte).

Jeweils zwei Prozentpunkte abwärts ging es für die Riester-Rente, für Investmentfonds sowie für Immobilien. Ursache für das Absinken der Immobilien dürften nach Ansicht des Bausparkassenverbands vor allem die preislichen Übertreibungen in Ballungsräumen sein. Während es bei Renten- und Kapitallebens-Versicherungen keine Veränderung gab, legte das Girokonto um zwei Prozentpunkte zu.

Im Langfristvergleich zeigen sich deutliche Veränderungen in der Nutzung der verschiedenen Geldanlagen. So hat das Sparbuch in nur vier Jahren um etwa ein Viertel an Beliebtheit eingebüßt. Immobilien haben sich in den vergangenen sechs Jahren hingegen in der Gunst der Bundesbürger um fast ein Viertel verbessert.

Bild: Wichert

Nach unten zeigt die Kurve für Bausparverträge sowie für Renten- und Kapitallebens-Versicherungen, die aktuell den niedrigsten Beliebtheitswert seit acht Jahren aufweisen. Tiefstwerte gab es auch bei der Riester-Rente sowie bei den kurzfristigen Geldanlagen. Investmentfonds lagen im Betrachtungszeitraum in der Beliebtheitsskala ohne große Schwankungen zwischen 20 und 22 Prozent, Aktien zwischen 13 und 16 Prozent.

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Bausparen · Immobilie · Investmentfonds · Kapital-Lebensversicherung · Marktforschung · Rente · Riester
 
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