Das waren die besten Geldanlagen 2016

10.1.2017 – Der Bankenverband hat errechnet, was die beste Geldanlage im vergangenen Jahr war. Ergebnis: Die höchste Rendite war mit deutschen Aktien (Dax-Werte) zu erzielen, knapp dahinter folgte Gold. Zinspapiere machten immerhin keine Verluste, die Wertzuwächse lagen aber nur im Promillebereich.

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Die Niedrigzinsphase ist nicht nur eine der Ursachen für die in diesem Jahr erneut deutlich niedriger ausfallende Überschussbeteiligung in der Lebensversicherung (VersicherungsJournal 23.12.2016).

Auch die Renditen verschiedener exemplarisch ausgesuchter Geldanlagen sind nach Daten des Bundesverbands der deutschen Banken e.V. (Bankenverband) in den Keller gegangen.

Aktien an erster, Gold an zweiter Stelle

Der größte Wertzuwachs 2016 war den Angaben des Bankenverbandes zufolge mit deutschen Aktien (Dax-Werte) möglich. Wer zu Beginn des vergangenen Jahres 10.000 Euro angelegt hat, konnte sich am Ende des ersten Handelstages 2017 über ein Plus von 1.200 Euro freuen.

Vergleichsweise rentabel waren auch Goldinvestments, die Anlegern auf Jahressicht ein Plus von rund 1.100 Euro bescherten – also immerhin elf Prozent Rendite. Allerdings habe der Goldpreis auch im vergangenen Jahr wieder stark geschwankt „und gerade auch auf politische Krisen reagiert“, stellt der Bankenverband heraus.

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Kaum Rendite bei sicherheitsorientierten Anlagen

Bei fünf Jahre laufenden Bundesobligationen lag die Rendite bei 2,0 Prozent. Noch deutlich geringer fiel das Plus bei vier Jahre laufenden Sparbriefen, bei Termineinlagen bei Banken (bis ein Jahr Laufzeit) sowie bei Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist aus.

Hier waren bei Anlagen von 10.000 Euro Wertzuwächse von lediglich im Schnitt (wegen von Bank zu Bank variierender Zinssätze Durchschnittswerte) zwischen 50 und fünf Euro zu erzielen. Mögliche Steuern und Transaktionskosten wurden bei der Berechnung laut Bankenverband nicht berücksichtigt.

Bild: Bankenverband
Bild: Bankenverband

Große Schwankungen

Betrachtet man die Wertentwicklung in den vergangenen fünf Jahren, so wird die hohe Volatilität deutlich: Demnach brachten deutsche Aktien 2016 zwar mehr als doppelt so viel Rendite wie im Jahr davor (VersicherungsJournal 7.1.2016) und einen drei Mal so hohen Wertzuwachs wie zwei Jahre zuvor (VersicherungsJournal 9.1.2015). 2012 und 2013 war die Rendite sogar noch ein bisschen größer als 2016.

Investitionen in Gold führten im vergangenen Jahr zu einem elf Mal so hohen Gewinn wie 2015. Dies ist auf Fünfjahressicht der größte Wertzuwachs. 2013 gab es sogar einen krassen Verlust von 30 Prozent (VersicherungsJournal 13.1.2014).

Bei den Zinspapieren zeigten sich die Auswirkungen der Niedrigzinsphase am deutlichsten: Vor fünf Jahren war der zu erzielende Wertzuwachs bei Sparbriefen und Termineinlagen noch in etwa vier Mal so hoch, bei Spareinlagen sogar zehn Mal so hoch.

Bild: Wichert
Bild: Wichert

Sparbuch und Tagesgeld an erster Stelle

Trotz der vergleichsweise niedrigen Renditen zeigte sich mit 47 Prozent immer noch fast die Hälfte der Anleger zufrieden mit der Wertentwicklung, wie eine Anfang Dezember durchgeführte Cati-Umfrage der GfK Nürnberg im Auftrag des Bankenverbands unter 1.004 Bundesbürgern ab 18 Jahre zeigt. Im Jahr zuvor war es knapp über die Hälfte, im Jahr davor aber lediglich ein Drittel.

Die Umfrage-Ergebnisse bestätigen aber auch das klassische Anlageverhalten der Deutschen, die vor allem konservative und risikoarme Anlageprodukte wie das klassische Sparbuch und das Tagesgeld (jeweils 22 Prozent) bevorzugen, die in der aktuellen Niedrigzinsphase aber so gut wie keine Rendite bringen.

Auch für das laufende Jahr ist keine Veränderung dahingehend in Sicht, dass die Bundesbürger für eine höhere Rendite auch eine höhere Risikobereitschaft an den Tag legen. Dies kann sich unverändert nur rund jeder zehnte Befragte „(sehr) gut“ vorstellen.

„Dies ist keine gute Nachricht, denn eine langfristige Vermögensplanung kommt in der weiterhin anhaltenden Niedrig(st)zinsphase ohne Anlageformen mit höheren Renditechancen nicht aus“, lässt sich der Verbands-Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer in einer Pressemitteilung zitieren. Auch wenn Chancen und Risiken immer im Einzelfall abzuwägen seien, so rät er bei der Anlagestrategie generell zu einer ausgewogenen Risikomischung.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Lebensversicherung · Marktforschung · Steuern · Überschussbeteiligung
 
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