Das Pro und Kontra einer manuellen Risikoprüfung

12.1.2018 – Folge 105 der Serie „Testen Sie Ihr Versicherungswissen“ schaut auf den Fall, dass Maschinen beziehungsweise Computerprogramme statt eines Menschen eine Risikoprüfung durchführen. Bei der hier vorgestellten DIHK-Prüfungsfrage für Versicherungsfachwirte geht es um eine Aufgabe aus dem Bereich der Krankenversicherung, mit deren Lösung eine Menge Punkte erzielt werden konnten.

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(Bild: Nikolae/Fotolia.com, Pieloth)

Wenn Maschinen den Menschen ersetzen, ist nicht nur bei Kunden von Versicherungs-Unternehmen der Ärger oft groß. Wer nicht ins Schema F passt, muss Zeit und Mühe investieren, seinen Fall zu erklären.

Oft sind die Experten schlicht hilflos, wie beispielsweise in der Autowerkstatt, wenn der Computer trotz stotterndem Getriebe keinen Fehler anzeigt.

Vor dem Hintergrund solcher Alltagserfahrungen sollte es nicht schwer sein, Vor- und Nachteile einer manuellen Risikoprüfung aufzulisten. Die Frage stammt aus einer offiziellen Prüfung für angehende Versicherungsfachwirte aus dem Wahlfach Kranken- und Unfallversicherung. Mit der Frage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags e.V. (DIHK) konnten 20 der insgesamt 100 Punkte erzielt werden.

Aufgabe

Die Proximus Versicherung AG möchte ein maschinelles Risikoprüfprogramm im Krankenversicherungs-Bereich einführen. Als Verantwortlicher im Referat Risikomanagement erstellen Sie eine Entscheidungshilfe mit folgendem Inhalt:

a) Erläutern Sie je drei Vor- und drei Nachteile einer manuellen Risikoprüfung.

b) Erläutern Sie je drei Vor- und drei Nachteile eines maschinellen Risikoprüfprogramms.

Lösungshinweise

Fachwissen aus dem Handlungsbereich „Kranken- und Unfallversicherungen – Risikomanagement“

Aufgabe

Lösung

a)

Vorteile sind zum Beispiel:

  • individuelle Risikoprüfung,
  • Risikovereinbarungen sind verhandelbar und somit flexibel,
  • Fachwissen der Sachbearbeiter wird gefordert und gefördert,
  • Risikovereinbarungen sind für den Kunden nachvollziehbar.

Nachteile sind zum Beispiel:

  • Folgeschäden (-kosten) werden nicht berücksichtigt,
  • kostenintensiv, da personalintensiv,
  • hoher Schulungsaufwand – gegebenenfalls Beratungsärzte,
  • Gefahr von Personalengpässen.

b)

Vorteile sind zum Beispiel:

  • geringe Kosten,
  • einheitliche Bewertung,
  • geringe Personalkosten,
  • schnelle Bearbeitung (kaum Rückfragen).

Nachteile sind zum Beispiel:

  • keine/geringe Flexibilität,
  • Ergebnis nicht individuell und daher schlecht „verkaufbar“ (nachvollziehbar),
  • medizinisches Know-how geht verloren,
  • hohe Kosten für Einführung, Pflege und Schulung.

Frühere Beiträge aus dieser Artikelserie finden sich im Archiv des VersicherungsJournals unter diesem Link.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Ausbildung · Verkauf · Versicherungsfachwirt
 
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