Drei Mal teils kräftige Zuwächse

14.2.2017 – Der Ammerländer Versicherungsverein hat 2016 kräftig neue Mitglieder geworben – diese Neukunden trieben das Wachstum. Die Provinzial Rheinland berichtet ebenfalls von Wachstum – aber nur für die Sachgesellschaft. Auch die Klinikrente wuchs. Hier veränderte sich zudem der Gesellschafterkreis.

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Die Ammerländer Versicherung VVaG (AV) meldet für 2016 ein Beitragsplus um 22,3 Prozent auf 31,6 Millionen Euro Beitrag. Hinter dem Zuwachs steckt nach bisher noch vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 ein Wachstum der Mitglieder des Versicherungsvereins um rund 26 Prozent auf rund 367.000. Die Zahl der Neukunden erhöhte sich bundesweit auf 98.000 (Vorjahr: 60.000).

Weiterhin dynamisch

Die Vorstände Axel Eilers und Gerold Saathoff bezeichnen das über den eigenen Erwartungen liegende Plus in einer Pressemitteilung als „gesundes Wachstum“ mit „solider finanzieller Basis“. Bundesweit sei die eigene Wettbewerbsposition ausgebaut worden.

Die Ammerländer bietet bundesweit Hausrat-, Glas-, Fahrrad-Vollkasko-, Haftpflicht-, Unfall- und Wohngebäude-Versicherungen an. Stärkster Bereich blieb nach Unternehmensangaben 2016 die Sparte Hausrat. Neue, vielversprechende Marktsegmente habe man sich mit der seit 2014 angebotenen Fahrrad-Vollkasko für hochwertige, konventionelle Fahrräder, aber auch Elektrofahrräder erschlossen, wird mitgeteilt.

Für 2017 rechnet der Vorstand mit einem ähnlich dynamischen Wachstum wie 2016. Auf der Agenda für dieses Jahr stehen der Ausbau der Online-Präsenz und die Stärkung des bundesweiten Vertriebsnetzes. Zudem soll zum Jahreswechsel die neue Firmenzentrale am Firmensitz in Westerstede fertiggestellt werden.

Licht und Schatten

Die Provinzial Rheinland Versicherung AG ist nach bisher vorliegenden Zahlen 2016 um 5,5 Prozent auf 1,42 Milliarden Euro Beitrag gewachsen. Als Wachstumstreiber nennt der öffentliche Versicherer die Sparten Kraftfahrt, Hausrat und Wohngebäude. Das Neugeschäft in der Wohngebäude-Sparte legte um knapp elf Prozent zu, obwohl man in diesem Geschäft nach eigenen Angaben bereits Marktführer im Rheinland ist.

Die Unwetterserie im Frühsommer 2016 (VersicherungsJournal 6.6.2015, 17.6.2016) hat sich nach Unternehmensangaben mit über 60 Millionen Euro in den Schadenaufwendungen niedergeschlagen. Insgesamt rechnet der Sachversicherer mit einer Combined Ratio im selbst abgeschlossenen Geschäft von voraussichtlich 91,5 (Vorjahr: 88,7) Prozent, was wiederum unter dem erwarteten Marktdurchschnitt von 96 Prozent liegen dürfte.

In der Lebensversicherung gingen die Beiträge nach vorläufigen Schätzungen um etwa neun Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zurück. Begründet wird dies knapp mit dem Rückgang der Einmalbeiträge, die für das Neugeschäft limitiert worden seien.

Sparen und Umbauen

Für die Provinzial Rheinland Holding wird ein Jahresergebnis oberhalb des Vorjahres von 44 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Beim 2016 gestarteten „Zukunftsprogramm Plan P“ (VersicherungsJournal 19.5.2016) ist man nach Unternehmensangaben „auf einem sehr guten Weg“, die jährlichen Kosten bis 2020 um rund 20 bis 25 Millionen Euro zu verringern.

Im Rahmen dieses Programms wurde zudem eine Offensive gestartet, um dem geänderten Kundenverhalten Rechnung zu tragen. So ging am 1. Februar 2017 das digitale Kundenportal „MeineProvinzial“ online mit verschiedenen Funktionen wie etwa einem Versicherungsordner und dem „Schadentracking“.

Neue Gesellschafter

Die Klinikrente Versorgungswerk GmbH hat die Zahl der Mitgliedschaften 2016 um rund 330 auf 3.018 Kliniken und Pflegeeinrichtungen ausgebaut. Nach bisher vorliegenden Zahlen akquirierte das Branchenversorgungswerk mehr als 11.000 neue Verträge.

Erzielt wurde eigenem Bekunden nach 2016 ein Neuzugang beim laufenden Jahresbeitrag in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) von 14 Millionen Euro. Das habe den laufenden bAV-Gesamtbeitrag auf 94 Millionen Euro erhöht.

Unter anderem sei auch die erste konsortial aufgestellte Berufsunfähigkeits-Versicherung für Beschäftigte in der Gesundheitsbranche auf große Nachfrage gestoßen, wird mitgeteilt. Mehr als 5.000 Beschäftigte, Azubis und Studenten hätten sich 2016 für die „KlinikRente.BU“ entschieden; rund die Hälfte der Anträge stellten Krankenschwestern und -pfleger. Acht von zehn Anträgen wurden angenommen.

Im Gesellschafterkreis gab es zum Jahreswechsel Änderungen. Die Generali Versicherungen sowie die Axa Lebensversicherung AG sind ausgestiegen. Gesellschafter sind nun der Allianz-Konzern, die Condor Lebensversicherungs-AG, die Deutsche Ärzteversicherung AG, die R+V Versicherungen und die Swiss Life AG Niederlassung für Deutschland.

 
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