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Die Bayerische beteiligt sich an Schweizer Digitalversicherer

14.11.2017 – Das Schweizer Start-up Dextra Versicherungen AG hat unter anderem die Versicherungsgruppe die Bayerische als Investor gewonnen. Von der strategischen Investition an dem in den Startlöchern stehenden digitalen Autoversicherer versprechen sich die Münchener „noch viele aufregende Produktneuerungen“.

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Die Versicherungsgruppe die Bayerische hat sich an dem schweizerischen Start-up Dextra Versicherungen AG beteiligt, wie die Münchener am Montag mitteilten. Die Dextra Versicherungen AG ist ein Online-Anbieter von Kfz-Versicherungen, der allerdings noch keine Bewilligung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma besitzt.

Diese soll in Kürze vorliegen, da der operative Betrieb im Autoversicherungs-Geschäft nach Unternehmensangaben voraussichtlich noch in diesem Jahr aufgenommen werden soll.

Hehre Ziele

Das Start-up will nicht weniger als der innovativste Autoversicherer der Schweiz werden. „Wir werden die Nummer 1 Autoversicherung“, heißt es auf der Dextra-Internetseite. Als „1-malige“ Produktvorteile werden dort der auf einen Franken genau wählbare Selbstbehalt, der Verzicht auf Hochstufungen im Schadenfall, das tägliche Kündigungsrecht sowie die maximal einjährige Vertragsdauer genannt.

Nach Unternehmensangaben geht man mit den drei Produktvarianten „DexCar M“, „DexCar L“ und „Dexcar XL“ an den Start, die „bei Bedarf beliebig individualisiert und bis ins Detail angepasst werden“ können, ist im Webauftritt des Digitalversicherers zu lesen.

Größeres Aktienpaket

Die Dextra Versicherungen AG wurde Ende April 2016 von der Dextra Rechtsschutz AG gegründet. Mitte Oktober 2017 erfolgte eine Kapitalerhöhung von zuvor einer Million Schweizer Franken (100.000 Namensaktien zu 10,00 Franken) auf nunmehr acht Millionen Schweizer Franken (800.000 Namensaktien zu 10,00 Franken).

Nach der Kapitalerhöhung befinden sich 35 Prozent der Aktien im Streubesitz, 65 Prozent werden gemeinsam von der Dextra Rechtschutz, der Versicherungsgruppe die Bayerische sowie der Pax, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG gehalten.

Angaben über die genaue Verteilung der Anteile wurden nicht gemacht. Laut dem Branchendienst Versicherungsmonitor beläuft sich der Anteil der Bayerischen auf rund 20 Prozent.

Die Geschäftsleitung der Dextra Versicherungen AG

In der Geschäftsleitung der Dextra Versicherungen AG sitzen drei ehemalige Manager der Allianz Suisse. Als CEO und CFO ist Patrick Eugster für die Gesamtsteuerung des Unternehmens sowie die Finanzen zuständig.

Als CPO (Chief Product Officer) fungiert Marcus Looft, der neben den Produkten auch das Underwriting und das Pricing verantwortet. Für das operative Geschäft ist Cyril Steffen in der Position des COO zuständig. Er leitet die Bereiche Schaden, Personal und ist Sekretär des Verwaltungsrats.

Wir […] erwarten noch viele aufregende Produktneuerungen.

Martin Gräfer, Vorstand der Versicherungsgruppe die Bayerische

Know-how-Austausch und „viele aufregende Produktneuerungen“

Für Eugster ist mit diesen strategischen Beteiligungen „ein Know-how-Austausch verbunden, der zu Synergieeffekten führen wird“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Martin Gräfer, Vorstand der Versicherungsgruppe die Bayerische, bezeichnete Dextra als „ein hochinnovatives Unternehmen, das eine einzigartige Form der digital basierten Autoversicherung offerieren wird“.

Gräfer, der einen Platz im Verwaltungsrat des Schweizer Digitalversicherers erhält, verspricht sich von der Beteiligung „noch viele aufregende Produktneuerungen“.

Digitale Versicherer auf dem Vormarsch

Auch in Deutschland nehmen zunehmend digitale Versicherer wie Friday, eine Marke der Bâloise Gruppe (VersicherungsJournal 6.2.2017, VersicherungsJournal Medienspiegel 21.8.2017), die Element Insurance AG (VersicherungsJournal 12.10.2017), die Ergo-Tochter Nexible Versicherung AG (VersicherungsJournal 23.10.2017) oder die Ottonova Krankenversicherung AG (VersicherungsJournal 13.6.2017) die operative Geschäftstätigkeit auf.

Vor dem Markteintritt stehen unter anderem die One Versicherung AG (VersicherungsJournal 19.9.2017) und die Flypper AG (VersicherungsJournal Medienspiegel 18.1.2017, VersicherungsJournal 7.6.2017). Bei diesen Gesellschaften stehen allerdings die Genehmigungen der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein beziehungsweise der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin) noch aus.

 
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