Assekuranz im Aufwind

10.1.2018 – Die VKB wächst stark in Komposit und die Itzehoer mit Kraftfahrt. Dem Versorgungswerk Chemie gehört inzwischen jedes zweite Chemie-Unternehmen an. Der Maklerpool Blau Direkt beteiligt seine Mitarbeiter am Unternehmenserfolg.

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Getragen von den Kompositsparten ist die Versicherungskammer Bayern 2017 voraussichtlich um 3,9 Prozent auf über acht Milliarden Euro Beitrag gewachsen. Für das selbstabgeschlossene Geschäft wird ein Plus von 3,8 Prozent genannt.

Bekenntnis zu den klassischen Beständen

„Dank stringenter Kundenorientierung und erfolgreichem Multikanalvertrieb konnten wir die führende Position in unseren Geschäftsgebieten ausbauen“, kommentiert Vorstandschef Dr. Frank Walthes in einer Pressemitteilung die vorläufigen Geschäftszahlen.

In der Schaden- und Unfallversicherung legten die Beiträge um 5,2 Prozent auf über 2,5 Milliarden Euro zu. Besonders deutlich sei die Wohngebäudeversicherung im privaten Bereich gewachsen, wird mitgeteilt. Die Bruttoschadenquote stieg auf etwa 71 (68,2) Prozent; die kombinierte Schaden-Kosten-Quote betrug brutto voraussichtlich 95 (97,1) Prozent.

Die zum VKB-Konzern gehörenden Krankenversicherer Bayerische Beamtenkrankenkasse AG und Union Krankenversicherung AG wuchsen um 5,4 Prozent auf über 2,4 Milliarden Euro. Die Lebensversicherer vereinnahmten rund drei (2,98) Milliarden Euro Beitrag. Den Verkauf von (klassischen) Beständen schließt der Vorstandschef „definitiv“ aus. „Wir stehen zu unseren lebenslangen Zusagen“, wird er zitiert.

Die Bayern-Versicherung hält ihre Gesamtverzinsung 2018 stabil. Für Neuverträge gegen laufenden Beitrag nach dem Tarif „PrivatRente Garant“ beträgt sie unverändert 2,95 Prozent. Sie setzt sich aus 2,35 Prozent laufender Verzinsung sowie 0,6 Prozent nicht garantierten Schlussüberschüssen (inklusive Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven) zusammen.

Wachstum mit Kraftfahrt

Die Itzehoer Versicherungen waren 2017 eigenem Bekunden nach „kontinuierlich ertragreich“ und haben ihre Beitragssumme um voraussichtlich rund fünf Prozent auf 460 Millionen Euro gesteigert. Wachstumsmotor war die Kraftfahrzeugsparte, in der die Zahl der Verträge um fast viereinhalb Prozent auf 870.000 zulegte. Über alle Sparten hinweg erhöhte sich die Zahl der Verträge um fast 100.000 auf 2,41 Millionen.

Nach Unternehmensangaben wurde ein Konzernüberschuss von 15 Millionen Euro erzielt; im Vorjahr waren 10,3 Millionen Euro ausgewiesen worden. Das Eigenkapital sei 2017 um fast sieben Prozent auf gut 200 Millionen Euro gestiegen, wird weiter mitgeteilt.

Wetterbedingt verbesserte sich die Schadenquote um drei Prozentpunkte – diese hatte 2016 bei 83 Prozent gelegen. Für 2018 wird eine „Fortsetzung der Erfolgskurve“ erwartet, wie es heißt. Impulse sollen der zu Jahresbeginn um 30.000 auf gut 900.000 Fahrzeuge erhöhte Bestand sowie die Übernahme der Rechtsschutzsparte der Alten Leipziger Versicherung AG bringen (VersicherungsJournal 26.6.2017).

Dies soll die Beitragssumme 2018 um knapp 19 Prozent auf 547 Millionen Euro treiben. 2017 nahm die Zahl der Mitarbeiter auf 700 zu. Für 2018 wird vor allem durch die geplante, aber noch nicht aufsichtsrechtlich genehmigte Übernahme der Rechtsschutzsparte ein Plus an Arbeitsplätzen auf rund 790 erwartet.

Blaupause für Betriebsrente

Das Chemie Versorgungswerk (CVW) meldet mehr als 200.000 Versicherte und über eine Milliarde Euro Anlagevermögen. Eigenen Angaben zufolge beteiligen sich an der Branchenlösung inzwischen über 1.000 Unternehmen und damit mehr als die Hälfte aller chemischen Betriebe.

Das Versorgungswerk wurde Ende 2008 von Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und Bundes-Arbeitgeberverband Chemie (BAVC) zusammen mit der R+V Versicherung AG gegründet. Eigenem Bekunden nach könnte man mit der im Januar 2018 in Kraft tretenden Reform der Betriebsrenten Blaupause für andere Branchen sein.

Der Chemie-Pensionsfonds zählt über 100.000 Versicherte. Zum Angebot des CVW gehören auch Lebensarbeitszeitkonten für mehr als 70.000 Beschäftigte. Das Versorgungswerk umfasst ebenfalls die Absicherung durch die Berufsunfähigkeits-Versicherung Chemie (BUC) für rund 30.000 Beschäftigte.

Mitarbeiter beteiligt

Der Maklerpool Blau Direkt GmbH & Co. KG hat 2017 seinen Umsatz auf 40 (31) Millionen Euro ausgebaut und beteiligt seine Mitarbeiter „an diesem Rekordergebnis“. Unter anderem mit dem Recht auf die „26-Stunden-Woche“ in bestimmten Fällen.

Konkret wird ein Modell eingeführt, bei dem die Arbeitszeit in Absprache mit der Personalabteilung kurzfristig auf bis zu 26 Stunden die Woche abgesenkt werden kann. Der Mitarbeiter kann innerhalb von zwei Jahren zur Vollzeit zurückkehren. Mitarbeiter mit mindestens fünf Jahren Betriebszugehörigkeit erhalten den vollen Lohnausgleich für die Verkürzung, wenn diese Folge eines innerfamiliären Pflegefalls oder krankheitsbedingt sind.

Für alle Mitarbeiter hat der Pool seit Jahresbeginn die wöchentliche Regelarbeitszeit auf 40 (41) Stunden gesenkt und zugleich die Löhne im Schnitt um drei Prozent angehoben, heißt es.

 
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