Warum Makler die Zusammenarbeit mit einem Pool beenden

6.4.2017 – Die Anbindungen von unabhängigen Vermittlern an Pools, Dienstleister, Verbünde und Haftungsdächer sind gegen den Trend der letzten Jahre wieder leicht gestiegen, wie die Studie „Asscompact Award – Pools und Dienstleister 2017“ zeigt. Der Stellenwert der Pools ist in den Bereichen Vorsorge/ Leben, Kranken und Sach/ HUK deutlich angestiegen. Der Geschäftsanteil, der direkt über die Versicherungs-Gesellschaften generiert wird, ist in allen Bereichen auf unter die Hälfte gesunken. Mehr als vier von zehn Vermittlern haben schon einmal die Zusammenarbeit mit einem Pool, Dienstleister, Verbund oder Haftungsdach beendet. Ausschlaggebend hierfür waren in erster Linie schlechte Erfahrungen oder schlechter Service.

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Neben den Gesellschaften mit den größten Geschäftsanteilen im unabhängigen Vermittlermarkt wurden in der gestern veröffentlichten Studie „Asscompact Award – Pools und Dienstleister 2017“ (VersicherungsJournal 6.4.2017) auch diverse weitere Vermittlereinstellungen zum Thema Maklerpools ermittelt.

Basis der Untersuchung der BBG Betriebsberatungs GmbH und der IVV Institut für Versicherungsvertrieb Beratungsgesellschaft mbH war eine im Februar durchgeführte Online-Umfrage unter mehreren Hundert unabhängigen Versicherungsmaklern und Kapitalanlage- sowie Darlehensvermittlern. Die Größe der Nettostichprobe wird mit 548 angegeben.

Anbindungen rückläufig

Wie die Untersuchung zeigt, arbeiten die Makler nach wie vor nicht nur mit einem Pool zusammen, sondern sind im Schnitt an 2,6 (Vorjahr: 2,5) Maklerpools, Dienstleister, Verbünde oder Haftungsdächer angebunden. Der rückläufige Trend – 2014 und 2015 lag der Wert noch jeweils bei 2,7, im Jahr davor sogar noch bei 3,4 (VersicherungsJournal 8.5.2013) – hat sich hier aktuell also nicht fortgesetzt.

Zu beobachten ist darüber hinaus, dass unverändert rund jeder zehnte Befragte mit fünf oder mehr Gesellschaften zusammenarbeitet. Zum Vergleich: Vor vier Jahren traf dies noch auf fast jeden vierten unabhängigen Vermittler zu. Dafür arbeitet inzwischen mehr als die Hälfte der unabhängigen Vermittler nur mit einem oder zwei Pools zusammen. Vor vier Jahren lag der Anteil lediglich bei etwa 40 Prozent.

Weiteres Ergebnis: Der Stellenwert der Pools ist im Vergleich zum Vorjahr in allen vier Produktgruppen angestiegen. Im Bereich Vorsorge/ Leben werden aktuell 56,3 (Vorjahre: 53,1; 46,5) Prozent des Geschäfts über Pools abgeschlossen. Im Bereich Sach/ HUK erhöhte sich der Anteil von 48,6 über 53,6 auf 55,7 Prozent. In Kranken gab es hingegen nur einen minimalen Zuwachs auf 59,9 (58,5; 53,1) Prozent

Weiter wurde untersucht, in welchen Produktfeldern sich die unabhängigen Vermittler regelmäßig des Dienstleistungs-Angebots von Pools und Dienstleistern bedienen. Am häufigsten genannt wird nach wie vor der Bereich Sach/ HUK (86 Prozent Anteil). Die Bereiche Vorsorge/ Leben und Kranken nannten jeweils knapp über zwei Drittel der unabhängigen Vermittler.

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Gründe für die Beendigung der Pool-Zusammenarbeit

Ein weiteres Thema war die Beendigung der Zusammenarbeit mit einem Pool, Dienstleister, Verbund oder Haftungsdach. Den Daten zufolge haben mehr als vier von zehn Vermittlern schon einmal die Zusammenarbeit mit einer solchen Gesellschaft beendet. Genau einmal war dies bei gut der Hälfte davon der Fall, bei einem guten Drittel zwei Mal und bei in etwa einem Neuntel drei oder mehr Mal.

Gründe hierfür waren insbesondere „schlechte Erfahrungen und daher kein Vertrauen in die Zusammenarbeit“, wie fast vier von zehn Befragten angaben. Im Vorjahr war es nur ein knappes Drittel gewesen. Unverändert ein knappes Drittel nannte die „Unzufriedenheit mit dem Service“ als Grund, erneut ein gutes Fünftel „überwiegende Zusammenarbeit mit anderem/n Pool/s“.

Bild: Wichert

Vergleichsweise selten wurde als Grund angegeben, dass die Courtage bei einem anderen Pool oder bei Direktanbindung höher sei, dass eine hohe Beteiligung einzelner Produktanbieter an der Gesellschaft ausschlaggebend für die Beendigung der Zusammenarbeit war oder dass es keine Freigabe für die Übertragung von Bestandsverträgen gegeben habe (Anteile zwischen neun und acht Prozent). Nur jeder 20. Vermittler nannte „Umsatzvorgaben des Pools“.

Die 432-seitige Untersuchung Studie „Asscompact Award – Pools und Dienstleister 2017“ kann für 2.320,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Florian Stasch per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575838 bestellt werden.

 
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