Vollständiger Marktüberblick mit 82 Gesellschaften

7.10.2016 – Bei Lebensversicherungen ist die Verzinsung der Kapitalanlagen ein zentrales Thema. Zur besseren Einordnung der Nettorendite wurde die laufende Durchschnittsverzinsung aufgenommen. Auch zur Ausstattung an Sicherheitsmitteln gibt es eine neue Kennzahl.

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Am 11. Oktober erscheint die Bilanzanalyse deutscher Lebensversicherer 2015. Auf über 160 Seiten werden wichtige Kennzahlen sowohl tabellarisch als auch grafisch dargestellt. Es handelt sich hier nicht um einen Vergleich der zehn größten Anbieter oder um 30 Gesellschaften mit 50 Prozent Marktanteil. Die Bilanzanalyse der Map-Report-Redaktion ist traditionell ein vollständiger Marktüberblick.

In den Ratings der Map-Report-Redaktion zeigt sich immer wieder, dass bilanzstarke Gesellschaften tendenziell auch bei den Kennzahlen der Bereiche Service- und Vertragsdaten besser abschneiden als Anbieter mit schwächeren Bilanzdaten.  

Und so bilden neben klassischen Bilanzkennzahlen wie Nettorendite, Verwaltungskosten- und Abschlusskostenquote, Beitragseinnahmen, Marktanteilen und weiteren Kennziffern, Bestands- und Neugeschäftsentwicklungen einen Analyse-Schwerpunkt. Insgesamt war das Geschäftsjahr 2015 eher durchwachsen. Im Neugeschäft zeigten sich jedoch auch positive Tendenzen. Zudem enthält die inzwischen 26. Auflage neue Kennzahlen.

Die laufende Durchschnittsverzinsung

Quelle: Map-Report 887
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Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen erreichte 2015 einen Wert von 4,5 Prozent. Sie errechnet sich wie folgt: Bruttoerträge minus Aufwendungen (inklusive Abschreibungen) für die Kapitalanlagen im Verhältnis zum mittleren Kapitalanlagenbestand des Jahres. Ein Teil der Erträge aus Kapitalanlagen werden als „Gewinne aus dem Abgang aus Kapitalanlagen“ bilanziert und beinhalten die Realisierung von Bewertungsreserven.

Für das angesichts anhaltend niedriger Marktzinsen außerordentlich hohe Resultat der Nettorendite ist die verstärkte Auflösung von Bewertungsreserven verantwortlich. Das wird beim Vergleich mit der laufenden Durchschnittsverzinsung deutlich. Sie erreichte im Jahr 2015 einen Wert von 3,7 Prozent.

Diese Kennzahl erfasst alle laufenden Erträge und Aufwendungen aus Kapitalanlagen. Damit bleiben außerordentliche Erträge und Aufwendungen – etwa Gewinne aus dem Verkauf von Vermögensanlagen, Abschreibungen aufgrund von Kursverlusten sowie Sonderabschreibungen – unberücksichtigt.

Risikotragfähigkeit

Die Kennzahl „Risikotragfähigkeit“ ist keine offizielle Verbandskennzahl. Diese Quote errechnet sich aus dem Eigenkapital abzüglich Bilanzgewinn und zuzüglich der Summe aus freier RfB, Bewertungsreserven sowie Schlussüberschussanteilfonds in Prozent Kapitalanlagen (ohne fondsgebundene Lebensversicherungen) am Ende des Geschäftsjahres.

Das Ergebnis soll Aufschluss über die Sicherheitsmittelausstattung der Unternehmen geben. Je höher die Kennzahl, desto höher ist die Fähigkeit der Gesellschaft, in risikoreiche Anlagen zu investieren. Denn neben der freien RfB und den Bewertungsreserven, die beide aktiv zur Überschussglättung dienen können, stellen das Eigenkapital und der Schlussüberschussanteilfonds weitere Sicherheitsmittel dar.

Beim Schlussüberschussanteilfonds ist zu beachten, dass er im extremsten Fall vollständig aufgelöst werden könnte. Deshalb fließt dieser Posten ebenfalls als „Sicherheitskapital in die Betrachtung ein. Wir stellen diese Kennzahl im aktuellen Map-Report zur Diskussion. Für Verbesserungen und konstruktive Kritik haben wir immer ein offenes Ohr.

Storno und beitragsfrei gestellte Verträge

Zum Storno und zu den beitragsfrei gestellten Verträgen werden erstmals auch die Veränderungsraten zu den Vorjahren abgebildet. Und das nicht nur für das Gesamtgeschäft, sondern zu den einzelnen Sparten (KLV, Risiko, Rente, sonstige Lebensversicherungen sowie Kollektiv-Verträge).

Zusätzlich enthält die Bilanzauswertung zu fast allen Kennzahlen grafische Übersichten. Anhand der Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr werden jeweils die zehn besten und die zehn schlechtesten Gesellschaften abgebildet.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Fondspolicen · Geschäftsbericht · Lebensversicherung · Mapreport · Rating · Rente · Storno · Verkauf
 
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