Sieben Gesellschaften erhielten eine Bewertung

16.8.2016 – Die Auswertung wurde auf der konzeptionellen Gestaltung des seit 1993 erscheinenden Ratings deutscher Lebensversicherer, dem sogenannten M-Rating entwickelt. Es basiert auf Bilanz-, Service- sowie Vertragskennzahlen, ergänzt um eine ausführliche Auswertung zu Fonds-Daten, und verdichtet diese als Beitrag zur Meinungsbildung.

WERBUNG
Keine Angst vorm Zahnarzt!
Haben Sie schon einmal daran gedacht, sich auf eine Zielgruppe zu spezialisieren? Welche Vorteile eine Spezialisierung besonders in Bezug auf Zahnärzte bietet, erfahren Sie hier...

Am 18. August erscheint erstmals das Fondspolicen-Rating deutscher Lebensversicherer (FRV-Rating) der Map-Report-Redaktion. Die Welt der Lebens- und Rentenversicherungen hat sich in der letzten Zeit tief greifend gewandelt. Bis vor einigen Jahren war es möglich, einen Vertrag mit einem passablen Garantiezins abzuschließen, der dann zum Ende seiner Laufzeit ein entsprechendes Guthaben aufgebaut hatte. Heute müssen Vermittler für ihre Kunden Altersvorsorgepläne entwickeln, die sich zwischen klassischen Produkten mit rückläufiger Gesamtverzinsung und alternativen investmentorientierten Rentenprodukten bewegen.

Deutlich länger als die hierfür vorgelegten Konzepte der „Neuen Klassik“ gibt es fondsgebundene Lebensversicherungen (FLV) als Alternative zu klassischen Garantieprodukten. Die Frage, ob sie für die Grundversorgung im Alter geeignet sind, ist allerdings umstritten. Befürworter und Gegner fondsgebundener Verträge dürften sich zumindest in dem Punkt einig sein, dass die Renditen – insbesondere bei langen Laufzeiten – deutlich besser, aber eben auch wesentlich niedriger als bei konventionellen Policen sein können.

Geringe Teilnahmebereitschaft der Branche

Erfahrungsgemäß beteiligen sich Versicherer nur ungern an neuen Umfragen. Lieber werden die ersten Veröffentlichungen abgewartet. Auf diese Weise lässt sich nachträglich beurteilen, wie das eigene Unternehmen im Vergleich abgeschnitten hätte und es gibt keine bösen Überraschungen bei der eigenen Bewertung oder der öffentlichen Darstellung.

Nicht zuletzt aufgrund der sehr umfangreichen Fragebögen waren unsere Erwartungen an die Anzahl der Teilnehmer nicht sehr hoch. Aber dass letztlich nur sieben Gesellschaften Daten lieferten, und noch zum Teil unvollständig, übertraf die Befürchtungen doch deutlich.

Wir hoffen, dass wir für die nächste Ausgabe mehr Anbieter für die Teilnahme gewinnen können. Aber vorher wird in Kürze noch ein weiteres FRV-Rating veröffentlicht werden. Diese zweite Ausgabe basiert vornehmlich auf öffentlich zugänglichen Daten und enthält deutlich mehr bewertete Gesellschaften.

Ausführliche Fonds-Analyse

Quelle: Map-Report 885

Für die Bewertung der Versicherungen in puncto Fonds werden objektive Kriterien herangezogen. Die Bewertung erfolgt über vier Panels: Fondsselektion und Portfoliostrukturierung, Fonds- und Portfolioangebot, Monitoring sowie Ablaufmanagement.

Bei der Bewertung der Fondsselektion und Portfoliostrukturierung wird die Fähigkeit der Versicherung bewertet, Fonds nach objektiven qualitativen Kriterien zu selektieren und Musterportfolien zu erstellen. Hierbei steht die Qualität der Selektionsprozesse im Fokus.

Im Hinblick auf das Fonds- und Portfolioangebot stehen Umfang und Qualität angebotener Fonds und Portfolien im Fokus. Geprüft wird zum Beispiel, auf wie viele Fonds und Portfolien ein Versicherungsnehmer zurückgreifen kann. Je mehr Fonds zur Verfügung stehen, desto besser für den Anleger. Entscheidend sind hier jedoch weitere Punkte, denn die schiere Anzahl an Fonds ist nicht automatisch auch aussagekräftig. So wird etwa die Diversifikation geprüft, also in wie vielen Kategorien beziehungsweise Märkten überhaupt Fonds zur Auswahl angeboten werden.

Das Panel Monitoring befasst sich mit der Überwachung der Fonds und Portfolien. Entscheidend ist hierbei, ob sich eine Versicherungsgesellschaft die Mühe macht, die angebotenen Investmentfonds auch regelmäßig auf deren Qualität zu prüfen.

Als letztes Prüfkriterium ist das Ablaufmanagement bewertet. Dieses regelt, was mit dem angesparten Vermögen des Anlegers am Ende der Beitragszahlungsdauer passiert. Gute Versicherer helfen dem Kunden, indem sie zum Beispiel rechtzeitig vor Rentenbeginn Lösungen anbieten. Die Idee: Wenn ein Kunde schon frühzeitig langsam beginnt, aus risikobehafteten in risikoarme Wertpapiere umzuschichten, umgeht er das Risiko möglicher Börsenturbulenzen zum Auszahlungszeitpunkt.

Wichtigkeit von Bilanzkennzahlen

Die Bilanzkennzahlen sind vor allem auch deshalb bei Fondspolicen wichtig, weil die Anlage für die eventuelle Garantie und auf jeden Fall für die Altersrente bei allen untersuchten Produkten im Deckungsstock und nicht in Fonds stattfindet.

Da im Vertragsteil des Ratings auch fondsgebundene Policen mit Garantien bewertet werden und die Anlage hierbei im Sicherungsvermögen erfolgt, wird neben der Nettoverzinsung auch die Solvabilität bewertet. Auf weitere Kennzahlen zur Finanzstärke wurde verzichtet, um eine eventuelle Doppelbewertung ähnlicher Daten zu vermeiden.

Vertragsdaten

Im Zusammenhang mit Fondspolicen ist immer wieder die Rede von höheren Renditechancen und Risiken als bei klassischen Produkten. Und darin liegt unserer Meinung nach auch der eigentliche Sinn dieser Verträge. Wer mehr will, muss auch bereit sein ein höheres Risiko zu tragen. Seit einigen Jahren werden jedoch auch zunehmend Fondspolicen mit Garantien ausgestattet. Grund genug, sowohl Verträge mit als auch ohne Garantien zu untersuchen.

Bei den risikoreicheren Verträgen ohne Garantien ist die Rente abhängig von der Wertentwicklung der Fonds und mit Ausnahme des Rentenfaktors werden keine Sicherheiten geboten. Der Kunde kann also nicht mit einer Mindestrente, sondern lediglich mit einem Umrechnungsfaktor kalkulieren. Neben den Effektivkosten bilden die Rentenfaktoren das zweite Bewertungskriterium bei den Vertragsdaten.

Die Kapitalabfindungen und monatlichen Rentenzahlungen, die die Anbieter prognostizieren, runden das Gesamtbild eines Angebots ab. Ebenso wie der Rentensteigerungssatz flossen diese Daten jedoch nicht in die Bewertung ein. Denn diese Werte sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses, werden nicht garantiert und können am Ende der Vertragslaufzeit erheblich von der einstigen Hochrechnung abweichen.

Zusätzlich enthält dieser Bereich einen umfangreichen Fragenkatalog zu den Leistungen, Kosten und der Flexibilität der Verträge.

Weitere Informationen zu der neuen Bewertungs-Systematik finden Sie hier.

 
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
Mit Storytelling Kunden gewinnen

Kunden gewinnen mit Vorträgen

Haben Sie schon einmal daran gedacht, Zahlen und Daten mittels einer Geschichte zu veranschaulichen? Storytelling in Gespräch und Vortrag zieht die Aufmerksamkeit Ihrer potenziellen Kunden auf Ihr Thema.

In diesem Praktikerhandbuch wird erklärt wie!

Mehr Informationen...

WERBUNG