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Bewertungsspektrum in 2016 erweitert

11.2.2016 – Ein zentraler Aspekt in der PKV ist die Beitragsstabilität im Alter. Mit einer neuen Kennzahl wird bewertet, wie viel Geld die Versicherer zurücklegten, um die Leistungen der Zukunft zu finanzieren. Erstmals wird auch die Transparenz der Geschäftsberichte berücksichtigt.

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Am 16. Februar erscheint die Neuauflage „Rating Private Krankenversicherung“ der Map-Report-Redaktion. Seit der ersten Ausgabe im Jahr 2000 wurde die Systematik immer weiter modifiziert. Nachdem es im vergangenen Jahr keine Neuerungen gab, wurde die aktuelle Ausgabe im Bilanzteil um zwei bewertungsrelevante Positionen erweitert. 

Die Vorsorgequote

Anders als die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ergreift die Private Krankenversicherung Vorsorgemaßnahmen, um sicherzustellen, dass die Beiträge durch eine vermehrte Inanspruchnahme von Leistungen im Alter nicht steigen. In der PKV geschieht das durch Zuführungen zu den Alterungsrückstellungen, durch Zuführungen zu den Rückstellungen für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung sowie der Verwendung der Beträge nach § 12a Abs. 3 VAG.

Der Umfang dieser verschiedenen Vorsorgemaßnahmen zeigt sich in der Vorsorgequote, in der sie den verdienten Bruttobeiträgen gegenübergestellt werden.

Die Vorsorgequote stellt somit dar, wie viel Prozent der Bruttoeinnahmen eines Versicherers in die Vorsorge für das Alter fließen. Mit der Vorsorge gegen die mit dem Alter steigenden Krankheitskosten begegnet die PKV den Folgen der demografischen Entwicklung. Eine Quote von 52,0 Prozent bedeutet dabei beispielsweise, dass von einem Euro Beitragseinahmen 52,0 Cent zurückgelegt wurden, um die Leistungen der Zukunft zu finanzieren.

Die sogenannte Vorsorgequote ist dabei keine Eigenkreation. Diese Kennzahl wird auch in den Jahresabschlüssen einiger Versicherer und in den jährlich erscheinenden Zahlenberichten des PKV-Verbandes veröffentlicht.

Geschäftsberichte als Qualitätsmerkmal

Neu hinzugekommen ist auch das Thema Transparenz der Geschäftsberichte. Dazu folgender Hintergrund: Für uns als Journalisten, aber auch für Vermittler und Kunden, sollten Geschäftsberichte eine wichtige Informationsquelle sein. Wir bewerten hier deshalb einige Aspekte, die unserer subjektiven Meinung nach in den Geschäftsberichten stehen sollten.

Die Abfrage drehte sich um Themen wie dem Neugeschäft nach betriebenen Versicherungsarten, der Anzahl an versicherten Personen in den Sozialtarifen und zur Solvabilität. Diese Daten sollten keine Geschäftsgeheimnisse sein. Mit dem durchschnittlichen unternehmensindividuellen Rechnungszins und Übertragungswerten aus Alterungsrückstellungen wurden zudem Daten bewertet, die zur korrekten Berechnung einiger PKV-Verbandskennzahlen obligatorisch sind.

Die insgesamt zehn Details wurden mit jeweils 0,40 Punkten bewertet. Wie bei den anderen Kennzahlen zum Thema Bilanzen konnten auch hier maximal vier Punkte erzielt werden.

Neues Punkteraster

Quelle: Map-Report 881

Bisher war die Abstufung der jeweiligen Punkteraster abhängig von der maximal erreichbaren Punktzahl. Bei dem Verlauf der Bestandbeiträge in der Beispielrechnung des Angestellten mit neun Punkten gab es damit auch neun Werte, nach denen die Grenzen zwischen den einzelnen Punkten bestimmt wurden. Bei Kennzahlen wie den Beschwerdequoten, für die nur drei Punkte vergeben werden, gab es lediglich eine dreifache Abstufung.

Nachteil: wenn die Abstände zwischen den Bewertungsgrenzen zu groß sind, erzielen Gesellschaften oft die gleiche Punktzahl, obwohl sich ihre Kennzahlen deutlich unterscheiden.

Beispiel: Das Punktraster für eine Quote sieht vor, dass es bis zu einer Kennzahl von 1,65 Prozent drei Punkte gibt. Bis 4,72 Prozent werden zwei Punkte vergeben und bis zu 7,79 Prozent gibt es noch einen Punkt.

Versicherer A hat eine Kennzahl von 1,66 Prozent und erzielt zwei Punkte. Gesellschaft B hat eine Quote von 4,71 und erzielt ebenfalls zwei Punkte, obwohl die Kennzahl fast dreimal schlechter ist als bei Versicherer A und nur marginal besser als bei Versicherer C, der mit 4,73 nur noch einen Punkt erzielt. Je niedriger die erzielbare Punktzahl ist, umso stärker schlägt dieses Problem durch.

Hier steuern wir gegen. Deshalb gibt es jetzt bei jeder Kennzahl des Ratings eine zehnfache Abstufung und Gewichtung der Punktzahl mit dem entsprechenden Faktor. Bei der Kennzahl mit maximal neun Punkten wäre der Gewichtungsfaktor also 0,9. Damit gäbe es neun Punkte für die besten Werte und 0,9 Punkte wären die Untergrenze. Bei Kennzahlen, für die maximal drei Punkte vergeben werden, wäre der Faktor 0,3. Für die besten Werte gäbe es somit drei Punkte, die niedrigste noch erreichbare Punktzahl wäre 0,3 Punkte.

 
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