Wohn-Riester geht an jedem Bedarf vorbei

3.9.2012 – Eine insgesamt erschreckende Entwicklung, welche dann voraussichtlich auch noch als Erfolg verkauft wird. Dass der überwiegende Teil sein Geld in ein vermeintlich sicheres Anlageprodukt steckt, welches ein Geldwert ist und nicht wie beschrieben zu den Sachwerten zu zählen ist, geht so ziemlich an jedem Bedarf vorbei.

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Die wenigsten wissen überhaupt, was Wohn-Riestern überhaupt ist, und dass auch andere Riester-Produkte dafür verwendet werden können. Wofür das „Riestern“ eigentlich mal gedacht war, die Rentenlücke zu schließen, kann mit einem Bausparer garantiert nicht erreicht werden.

Bei ein Prozent Zins und eventuell einem Zinsbonus je nach Produkt und einer gleichzeitigen Inflation, die höher ist als der Zins, wird hier ein realer Verlust angespart. Die Sparrate im Bausparen müsste dann schon höher sein als das reale Einkommen der meisten, um die Versorgungslücke damit wirklich schließen zu können.

Ich denke mal, das Wachstum in diesem Bereich resultiert aus dem bevorzugten Vertriebsweg über dem Bankschalter für solche Produkte. Sollte der Riester-Vertrag dann doch einmal für die Finanzierung mit eingesetzt werden, dann ist den wenigsten bekannt, dass eine nachgelagerte Besteuerung über das zu bildende fiktive Wohnförderkonto stattfindet. Somit fehlt dann die zusätzliche Versorgung und es kommen noch steuerliche Abzüge hinzu.

Aber vielleicht sind wir dann ja alle in der Grundsicherung. Zumindest den Kalk können wir dann ja aus den Fugen kratzen.

Andreas Vaak

info@avversicherungsmakler.de

zum Artikel: „So „riestern“ die Deutschen”.

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