Vom Einstiegsgeschäft zum unerwünschten Belastungsgeschäft

3.3.2015 – Was in der Kfz-Versicherung die letzten Jahre passierte, hat mit wirtschaftlichem Handeln nichts mehr zu tun. Man hat dank starker Anbieterlobby erreicht, dass die Kfz-Versicherung ein „unqualifiziertes” Versicherungsprodukt darstellt, welches zur Vermittlung keinerlei Qualifikation des Beraters bedarf.

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Leidtragende sind die Kunden, welche allerdings nur zum Teil die Kosten zu tragen haben. Wer sich heute ein neues Fahrzeug kauft, kann damit rechnen, dass er zu Billigstpreisen eine Kfz-Versicherung beim Autohaus erhält. Schadenfreiheitsklassen-Einstufungen spielen hierbei keine Rolle und die Schadenquote oder Typklassen meist auch nicht.

Es gibt so viel unterschiedliche und sehr häufig auch fragwürdige Rabatte wie noch nie. Unter dem Strich kennt sich keiner mehr so aus und ein Marktüberblick ist ohne Software ohnehin nicht mehr möglich. Gleichzeitig reduzieren Anbieter eingereichte Reparaturrechnungen einseitig und nehmen bei Werkstattbindungen in Kauf, dass der Kunde gegebenenfalls minderwertige Blech-Ersatzteile erhält. Geschäft wird mit Rabatten von bis zu 50 Prozent auf die Tarifprämie angenommen und unerklärliche Sondereinstufungen sind alltägliches Ritual der Branche.

Das alles hat aber auch dazu geführt, dass das Produkt zur Vermittlung für Berater immer unwirtschaftlicher geworden ist und es vom einstigen Einstiegsgeschäft zum unerwünschten Belastungsgeschäft wurde. Verstehen mag das alles wer will, aber unterstützen vermag ich diese Entwicklung nicht. Neue Einzelanfragen nur zu Kfz lehne ich mittlerweile ab.

Hans-Jürgen Kaschak

info@veka-online.de

zum Artikel: „Autoversicherer vergeben teure Rabatte”.

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