16.1.2012 – Die vorgestellten Muster-Infoblätter werden für den Verbraucher bezüglich der Kosten kaum mehr Transparenz in Produkte wie zum Beispiel die Riester-Rente bringen. Grund ist, dass nach eigenen Angaben des IFF auf deren Internetseiten lediglich die Kosten in der Ansparphase betrachtet werden.
Bei Riester-Sparplänen (Fonds, Bank, Bausparer) entstehen systembedingt die wirklichen „Versicherungskosten“, also die biometrischen Kosten (Absicherung des Langlebigkeitsrisikos), aber erst bei Rentenbeginn, da jetzt erst bei diesen Riester-Tarifen die Rentenversicherung abgeschlossen wird.
Diese Kosten, deren genaue Höhe heute niemand nennen kann (aber selbst mit der aktuellen Sterbetafel zum Beispiel in 2040 deutlicher höher sind als heute) bleiben bei den Musterblättern des IFF komplett außen vor, sind aber wesentlich. Deshalb werden die Verbraucher mit diesen Blättern in die Irre getrieben, denn es würde ihnen suggeriert werden, ein Riester-Fondssparplan wäre deutlich günstiger als eine Riester-Rentenversicherung.
Diese Infoblätter müssen, bevor sie eingeführt werden, deshalb dringend (nicht nur in diesem Punkt) überarbeitet werden. Ansonsten werden viele Sparer in Produkte getrieben, deren echte Kosten vorenthalten werden und die erst dann entstehen, wenn der Anleger keinen Einfluss mehr darauf nehmen kann - bei Rentenbeginn.
Joachim Haid
zum Artikel: „Mehr Transparenz bei Riester und Rürup”.
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