Praxis lässt am Sinn der BU zweifeln

22.5.2012 – Es ist nicht verwunderlich, dass die Berufsunfähigkeit (BU) keine höhere Akzeptanz findet. Dieses liegt auch nicht an den Vermittlern, sondern an der gesamten Vertragskonstellation der BU.

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Wenn man sich die Regulierungspraxis ansieht, dann zweifelt man oft am Sinn dieser Versicherung. Versicherer tun in der Regel alles, um aus der Leistungspflicht zu kommen, dieses zeigt leider die Praxis.

Dazu die teuren Beiträge in der BU, die sich der durchschnittliche Angestellte bei richtiger Absicherung nur in höheren Einkommensklassen leisten kann. Der durchschnittliche Angestellte soll seine Altersversorgung, Sachversicherungen, BU und so weiter richtig und ausreichend versichern. Dazu reichen aber bei den Meisten die Einkommen nicht aus.

Der Selbstständige hat im Bereich der BU noch schwerer eine Leistung zu erhalten. Man bedenke die Umorganisationsklauseln und das Bereicherungsverbot, was immer wieder zu Ablehnungen führt. Versicherer zeigen zwar immer gerne die Extremfälle auf, bei denen geleistet wird, aber eine Gesamtstatistik, wie viele Leistungsforderungen wirklich vorhanden sind und wie viele abgelehnt wurden, gibt es nicht.

Diejenigen, bei denen der Versicherer wirklich schnell in die Leistungspflicht kommen kann, zum Beispiel Handwerker, haben extrem teuere Beiträge. Wir haben in der Vergangenheit viele Fälle erlebt, wo Personen mit schwersten Erkrankungen keine Leistung bekamen, weil der Versicherer entsprechend mit Gutachten und Gericht sich der Leistung entzog.

Achim Finke

achim.finke@af-assekuranz.de

zum Artikel: „Warum die Bundesbürger keine BU-Versicherung abschließen”.

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