12.9.2012 – Dem Vorschlag, keine Prämien auszuschütten, ist absolut beizupflichten. Zu reflexhaft und durchsichtig ist die Reaktion mancher Politiker, die erzielte „Überschüsse“ gleich wieder an die Versicherten zurückgeben wollen.
Es muss bedacht werden, dass es sich um relativ geringe Summen handelt, die dem einzelnen Beitragszahler zufließen würden. Ebenso ungelöst ist das – latente – steuerliche Problem, denn dieser Rückfluss müsste auf jeden Fall als „sonstige Einkünfte“ versteuert werden. Dazu käme ein ungeheurer Verwaltungsaufwand, was wiederum Geld kostet.
Es wäre aus meiner Sicht wesentlich effektiver, die vorhandenen Überschüsse als „Notreserve“ der gesetzlichen Kassen anzulegen – es werden auch andere Zeiten kommen und ein Beitragsanstieg ist immer unpopulär.
Ulrich Schilling
zum Artikel: „Nur jeder Fünfte will Geld von seiner Krankenkasse”.
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