Positive Faktoren berücksichtigen

12.10.2012 – Gerade wird allenthalben der Eindruck erweckt, dass die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) eine langfristig gut finanzierte Einrichtung ist. Zuwenig wird darauf hingewiesen, dass diese aktuell gute Finanzsituation der GKV im Wesentlichen der niedrigen Arbeitslosigkeit zu verdanken ist.

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Sobald die Arbeitslosigkeit wieder steigt, sinken auch die Einnahmen und die Reserven schmelzen dahin. Aus dieser Sicht ist auch die Abschaffung der Praxisgebühr (zumindest unter dem Argument der aktuell vollen Kassen) purer Aktionismus – immerhin nimmt die GKV dadurch jedes Jahr circa zwei Milliarden Euro ein.

Übrigens, wenn die GKV über insgesamt circa 20 Milliarden Reserven jubelt, dann kann man wohl die private Krankenversicherung (PKV) mit circa 170 Milliarden Euro Altersrückstellungen im Versichertenbestand (Stand 2011) wohl als langfristig weitaus sicherer finanziert bezeichnen.

Bernd Ebert

bernd.ebert@wertschutz.de

zum Artikel: „Schätzerkreis sieht GKV auf solider Finanzbasis”.

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