14.7.2010 – Am sinnvollsten wäre es sicherlich, man würde die gesetzliche Krankenversicherung in ihrer jetzigen Form komplett abschaffen.
Stattdessen sind alle „privat“ versichert. Es herrscht Annahmezwang, die Risikozulage wird steuerfinanziert. Da private Krankenversicherungen erheblich effizienter sind, würde sich ein unglaubliches Einsparpotential ergeben. Kassenärztliche Vereinigungen und so weiter wären hinfällig. Was man da sparen könnte...
Sicherlich würden einige Mitarbeiter und Vorstände der Kassen dann arbeitslos. Aber das ist ja durchaus gewünscht, dass Kosten gespart werden, oder? Man müsste den privaten Versicherern allerdings das Recht einräumen, mit den Pharmakonzernen direkt zu verhandeln, ebenso mit den Krankenhäusern.
Hausarzttarife gibt es ja ohnehin schon (wäre dann Standard für ehemalige Kassenpatienten). Wenn ich mir das recht überlege erinnert mich das ja irgendwie an die sogenannte „Kopfpauschale“. Das wäre sicher ein Schritt in die richtige Richtung.
Allerdings, mit ineffizienten Kassen und einem aufgeblähtem Gesundheitssystem wäre die Ersparnis wohl lange nicht so groß. Bleibt die Frage, wer welche Beiträge zahlt.
Beiträge werden personenbezogen erhoben, entsprechend dem Risiko. Sozialausgleich erfolgt über den Steuerzahler, ebenso die Beiträge für die Familienversicherung. Würde man das konsequent durchziehen, könnte man sicher 10-20 Prozent Kosten sparen. Aber da das politisch nicht gewollt ist, wird es wohl leider nur ein Wunschtraum bleiben und die Kosten steigen und steigen.
Volker Riegel
zum Artikel: „Chancen und Risiken einer gemischten Gesundheitsvorsorge”.
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