Ohne Beitragsmittel der PKV

27.4.2012 – Die Aussage, dass in der privaten Krankenversicherung (PKV) anteilig mehr Kinder als in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) geboren werden, ist im Kern nicht haltbar. Denn bei den Normalversicherten gibt es mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen.

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Daher muss davon ausgegangen werden, dass die überwiegende Zahl der Kinder dieser Versicherten in der GKV geboren werden. Nämlich von in der GKV versicherten Frauen.

Die GKV übernimmt aus deren Beitragsmitteln alle Kosten der Schwangerschaft und der Geburt. Erst unmittelbar nach der Geburt – wie die Tarifbedingungen sagen – beginnt gegebenenfalls die Versicherung in der PKV.

Ob diese dann wirklich aus Überzeugung in der PKV versichert werden, oder nur weil der PKV-Vertreter das Wahlrecht zur GKV gegen eigenen Beitrag (aber eben ohne Provision) verschweigt, ist eine andere Frage.

Jedenfalls handelt es sich um Geburten, zu denen in keiner Weise Beitragsmittel der PKV finanziell beigetragen haben, sondern ausschließlich die Versicherten der GKV, denen diese Neugeborenen auch objektiv zuzurechnen sind.

Peter Schramm

info@pkv-gutachter.de

zum Artikel: „PKV-Versicherte bekommen mehr Kinder als GKV-Versicherte”.

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