10.1.2012 – Der Vorstoß der SPD-Fraktion zeigt, dass sich offenbar Beamte nicht in die Situation anderer hineindenken können oder wollen.
Alle Vorschläge gelten allenfalls für neue Honorarberater (HB), denn keiner, der seit Jahren tätig ist, wird wieder bei null anfangen. Das müsste er aber, wenn beide Arten nicht gleichzeitig betrieben werden können, da kein Kundenstamm kurzfristig und überwiegend umgestellt werden könnte.
Der Start eines HB ist sehr schwierig und nur mit großem finanziellen Hintergrund machbar, da er dann von keiner Seite Zuschüsse annehmen darf. Trotz deutlich höherem Einkommen ist die Anzahl bisher verschwindend gering und daran wird sich auch nur wenig ändern.
Die Vorstellung, in allen drei Bereichen – Versicherungen, Finanzierungen, Kapitalanlagen – Experte werden zu müssen, ist weltfremd. Wer in allen Bereichen fit sein will, hat keine Zeit mehr zum Beraten.
Eine Kombination aus Provisions- und Honorarberatung wäre eine Alternative, dann kann sich der Kunde aussuchen, was er will. So wie vorgeschlagen ist das Ganze aber äußerst unausgegoren und praxisfremd. Es hat weder beim Berater noch beim Kunden Chancen, großflächig angenommen zu werden.
Wolfgang Oswald
zum Artikel: „Neuer Angriff auf die Provisionsberatung”.
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