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Isoliert taugt diese Kennzahl nicht zu einer Qualitätsbewertung

16.3.2017 – Eine hohe versicherungs-geschäftliche Ergebnisquote kann auch durch negativ zu sehende Einflüsse stark erhöht sein. Wenn etwa ein Versicherer im Jahr zwei Prozentpunkte seiner Versicherten durch Kündigungen über die als Storno kalkulierte Anzahl hinaus verliert, kann sich die versicherungs-geschäftliche Ergebnisquote dadurch sehr stark erhöhen.

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Haben diese Kunden etwa das Funffache ihrer jährlichen Beiträge als Alterungsrückstellung angesammelt, kann die versicherungs-geschäftliche Ergebnisquote durch deren Abgang um bis zu zehn Prozentpunkte nach oben gehen. Also zum Beispiel von acht Prozent auf 18 Prozent steigen.

Die zusätzlich über die kalkulierten Stornoquoten erfolgten Kündigungen steigern durch die (großenteils) einbehaltenen Alterungsrückstellungen den Überschuss, was direkt in die versicherungs-geschäftliche Ergebnisquote positiv eingeht.

Ob es als Erfolg gefeiert werden kann, auf diese Weise sein Ergebnis zu steigern, dürfte zumindest diskutabel sein. Insofern ist bei der Bewertung solcher Kennzahlen große Vorsicht geboten. Isoliert ohne Bezug zu anderen Kennzahlen – wie etwa der Bestandsentwicklung nach Personen und Beitragseinnahme – und anderen Hintergründen kann diese Kennzahl überhaupt nicht zu einer Qualitätsbewertung taugen.

Peter Schramm

info@pkv-gutachter.de

zum Artikel: „Die ertragsstärksten privaten Krankenversicherer”.

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