Gute Gründe für eine Einheitskasse

24.1.2013 – Hier wurden die Fragen nicht offen gelegt. Daher ist das Ergebnis nicht nachzuvollziehen. Doch wenn man sich klar ist, dass ein Vertrieb Auftraggeber der Studie war, dann verwundert das Ergebnis – die Privatversicherung ist topp – kaum.

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Der einzige „Lichtblick“ ist die Aussage über das Verhalten der Ärzteschaft. Wen wundert es, wenn Ärzte ein gesteigertes Interesse an Privatpatienten haben, sind sie doch auf die Schnelligkeit, mit der ihre Liquidation beglichen wird, geschäftlich angewiesen. Im Gegensatz zu den 60er Jahren, als Ärzte Freiberufler und nicht den bürokratischen Auflagen der Gewerbeordnung unterworfen waren, sind heute die Gewerbekosten teilweise immens.

Wenn man weiter bedenkt, dass gesetzliche Krankenversicherer oftmals bis zu zehn Monate brauchen, um den Ärzten das Honorar überwiegend zu zahlen, dann ist die Position der Ärzte verständlich. Teilweise wird ein berechtigtes Honorar aus „Budgetgründen“ gekürzt. Dieses Bezahlen nach Kassenlage geht an die Existenz der Ärzte.

Ein weiteres Problem ist die Gebührenordnung. Danach wird der sogenannten Apparatemedizin Vorschub geleistet, nicht aber dem ärztlichen Gespräch. Wenn der Doktor mehr als 48 Euro für ein ausführliches Gespräch mit einer Untersuchung ohne Apparate liquidiert, hat er das auch noch ausführlich schriftlich zu begründen. Dabei ist das ärztliche Gespräch das A und O einer Untersuchung.

Eine Einheitskasse ohne Budgetierung und schnellerer Zahlweise wäre eine gute Lösung.

Eberhard Julius Rüdiger

info@versicherungsmakler-ruediger.de

zum Artikel: „So (un)zufrieden sind die Deutschen mit dem Gesundheitssystem”.

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