24.9.2012 – Grundsätzlich ist Transparenz natürlich zu begrüßen, verwirrend wird es jedoch, wenn Berufsgruppen unterschiedlich behandelt werden.
In einigen Bereichen der Finanzwirtschaft sind zweifelhafte Vergütungsmethoden an der Tagesordnung. Hier ist eine Regelung mit Sicherheit anzustreben. Nicht nachvollziehbar ist jedoch, weshalb ein herkömmlicher Versicherungsvermittler, welcher vielleicht noch dazu im schwierigen Markt der Privatprodukte wie Hausrat, PHV et cetera unterwegs ist, seinen Kunden offenlegen muss, wie viel der ohnehin schon stark reglementierten Prämien eigentlich für ihn „abgezweigt“ werden.
Was wissen die Käufer eigentlich von den Gewinnmargen des Einzelhandels? Wird ein kleiner Bäcker künftig ebenfalls dazu „verurteilt“, auszupreisen, wie viel er an jedem verkauften Brötchen oder Kuchenstück verdient?
Die schon lächerlich anmutende Regulierungswut der EU-Behörden führt immer mehr zum Kopfschütteln, doch die Herrschaften müssen selbstverständlich auch ihre Existenz rechtfertigen. Nebenbei: Wie viel und vor allem wofür bezieht man in Brüssel eigentlich Diäten?
Frank Dittrich
zum Artikel: „Bundesrat folgt hartem Kurs der EU-Kommission bei IMD2”.
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