29.10.2012 – Die geäußerten Bedenken sind dem Grunde nach völlig korrekt. Jedoch kann ich – als seit vielen Jahren reitender Kollege – bestätigen, dass das Urteil diesmal sehr nahe an der (zu vermutenden) Realität liegt.
Ein vereinseigenes Pferd ist zu 99,9 Prozent ein Schulpferd, welches fast täglich (und das dann auch mehrfach) geritten wird. Ein weiteres Bewegen des Pferdes ist also im Regelfall unnötig und tendenziell als rein private Angelegenheit zum persönlichen Vergnügen zu werten.
Die Ausnahme wäre gegeben, wenn es sich beim Reiter / der Reiterin um eine sehr erfahrene Person mit entsprechender Qualifikation handeln würde, die das Pferd „Korrektur reitet“. Ein solcher Vorgang ist aber im Regelfall ein längerfristiger / immer wiederkehrender Vorgang, welcher somit von mehreren Mitgliedern zu bezeugen gewesen wäre.
Solche Aufgaben übernehmen im Regelfall Reitlehrer, Bereiter und / oder erfahrene Turnierreiter mit Erfahrungen in den höheren Klassen. Und das wäre in der Tat „vereinstypisch“, zumindest „reitvereinstypisch“.
Dennis Keller
zum Leserbrief: „Realitätsferne Entscheidungen”.
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