Charme der PKV liegt in ihrem Baukastensystem

26.10.2012 – Leider ist nicht alles, was hinkt, bereits ein Vergleich. So wird man zwar kaum abstreiten können, dass eine Gegenüberstellung einer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zum Beispiel mit dem Einsteigertarif einer privaten Krankenversicherung (PKV) selten zugunsten Letzterem ausgehen kann.

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Würde man indes die GKV mit einer ebenso teuren PKV vergleichen, sähe das Ganze deutlich anders aus. Sofort wird man einwenden (müssen), dass auch der zweite Vergleich nicht fair sei, da er eventuell Familienmitglieder, in der GKV umlagefinanziert mitversichert, nicht berücksichtige.

Lösen wir uns also von dieser Art „zweckbestimmter Erhebung“, wie ich das alles nenne, und wenden wir uns einem aus meiner Sicht sinnvollerem Ansatz zu:

Der Charme einer PKV kann in ihrem Baukastensystem liegen. Der Kunde hat die Möglichkeit, auf bestimmte Leistungen erhöhten Wert zu legen und ihm weniger wichtige geringer zu bewerten. Sollte er somit nicht über den Preis, sondern über Inhalte beraten worden sein, dürfte es meines Erachtens auch später keine unerwarteten Überraschungen geben.

Sofern er dann eventuell anfängliche Beitragsvorteile im Vergleich zur GKV als eigene Rücklage anspart, um daraus spätere Kostensteigerungen und vor allem im Alter „zufüttern“ zu können, sehe ich durchaus eine Chance auf eine insgesamt bessere Versorgung, insbesondere wenn es einmal wirklich ernst wird, zu nicht zwangsläufig höheren Gesamtkosten.

Fachlich aufwendigere Beratung zwar, aber vermutlich höhere Kundenakzeptanz plus zusätzliche (Dauer-) Themen wie zum Beispiel Vorsorgesparen und Risikoabsicherung!

Till Osenberg

info@osenbergundcie.de

zum Leserbrief: „Mythos der besseren Leistungen”.

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