Deutsche Makler Akademie wirbt um Mitglieder

14.11.2017 – Nicht nur die großen finanzstarken Versicherer sollen künftig die Arbeit der Deutschen Makler Akademie fördern. Mit angepassten Mitgliedsbeiträgen sollen auch kleinere Unternehmen, Insurtechs und Maklerbetriebe ermuntert werden, Förderer zu werden.

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Die Deutsche Makler Akademie (DMA) gGmbH will ihr Aus- und Weiterbildungsangebot „auf eine noch breitere Basis in der Versicherungs- und Finanzbranche“ stellen, wie ein Sprecher betont. Daher habe man Satzung und Beitragsordnung des Fördervereins verändert und will künftig auch Maklern gestatten, Förderer zu werden.

Wichtigste Änderung: Die Beitragshöhe richtet sich künftig nach der Mitarbeiterzahl, so dass „eine Mitgliedschaft auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erschwinglich werden soll“, betont Günther Soboll, Vorsitzender des Fördervereins und ehemaliger Hauptbevollmächtigter der Canada Life Assurance Europe plc, Niederlassung für Deutschland (VersicherungsJournal 7.11.2014).

Derzeit gehören 41 Versicherer, Verbände, Kapitalanleger, Pools und andere Dienstleister aus der Finanzbranche zu den Förderern, davon die Hälfte große und größere Versicherer.

Auch Insurtechs sollen DMA fördern

Die Förderer unterstützen die DMA nicht nur finanziell, sondern können in deren Ausschüssen mitarbeiten, Referenten und Trainer stellen sowie „mit fachlichem Know-how“ aushelfen, wie es auf der Website heißt.

Auf Regionalkonferenzen werde die DMA demnächst mit den Bildungsverantwortlichen der Förderunternehmen darüber diskutieren, wie diese noch mehr in die Weiterbildung einbezogen werden könnten.

Diese enge Zusammenarbeit beeinträchtige nicht die Unabhängigkeit der DMA, betont der Sprecher. Im Kodex der DMA hätten sich alle Unternehmen zu einer produktneutralen Weiterbildung verpflichtet.

Abgestufte Beitragsgestaltung

Mit den veränderten Beiträgen richtet sich der Fokus des Fördervereins auf „kleinere Vertriebe, Dienstleister und Pools, kleinere Versicherungs-Unternehmen und Kapitalanlage-Gesellschaften sowie an die Zielgruppe der diversen Insurtechs“, wie der Sprecher betont. Bis jetzt gehört kein Insurtech zu den Förderern.

Die konkrete Beitragshöhe ist abgestuft. Den höchsten Beitrag von 15.500 Euro pro Jahr zahlen Versicherer mit mehr als 500 Mitarbeitern. Auch die Gesellschafter der DMA (VersicherungsJournal 8.2.2017) zahlen diesen Jahresbeitrag.

Joachim Zech (Bild: DMA)
Joachim Zech (Bild: DMA)

Danach folgen Versicherer mit 250 bis 500 Mitarbeitern (9.900 Euro). Kleinere Versicherer mit bis zu 249 Mitarbeitern sowie Kapitalanlage-Gesellschaften, Bausparkassen, Banken, Branchendienstleister, branchenfremde Dienstleister, wirtschaftliche Verbünde und Pools (alle ohne Mitarbeiterbegrenzung) zahlen jeweils 6.500 Euro Jahresbeitrag. Berufsverbände sind mit 250 Euro dabei.

Mehrwerte für Makler in Planung

Erstmals können nun auch Maklerbetriebe Mitglied im Förderverein werden. Laut DMA-Geschäftsführer Joachim Zech ist mit dem Jahresbeitrag von 250 Euro (für Makler bis 50 Mitarbeiter) beziehungsweise von 500 Euro eine Reihe von Vorteilen verbunden.

Vor allem könnten Makler mit ihrer Mitgliedschaft gegenüber Kunden werben und zeigen, dass ihnen „eine unabhängige, qualifizierte und praxisnahe Weiterbildung“ wichtig sei. „Das bedeutet ein gewisses Unterscheidungsmerkmal am Vermittlermarkt“, bekräftigt Zech.

Zudem könne man im Förderverein persönlich auf Entscheider der Branche treffen. „Über weitere eventuelle Vorteile läuft derzeit ein interner Abstimmungsprozess“, ergänzt er.

DMA sieht VersVermV gelassen entgegen

Durch den Referentenentwurf zur Versicherungsvermittler-Verordnung sieht sich die DMA in ihrem Konzept bestätigt, so der Sprecher weiter – vor allem durch den Passus, dass „die inhaltlichen Anforderungen an die Weiterbildung sich an denjenigen für die Sachkundeprüfung“ orientieren sollen. Entsprechende Präsenzveranstaltungen und E-Learnings biete die DMA bereits an.

Dass reine Produktschulungen künftig wahrscheinlich nicht mehr zur Weiterbildung geeignet seien, mache unabhängige Weiterbildungen wie die der DMA noch wichtiger. Auch die geforderte Lernerfolgskontrolle (VersicherungsJournal 10.11.2017) bereite der Akademie keine Probleme, weil sie schon jetzt entsprechende Nachweise und Zertifizierungen ausstelle.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Ausbildung · Bausparen · Berufsverband · Insurtech · Mitarbeiter · Versicherungsvermittler · Zielgruppe
 
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